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22. Mai 2023

Autohaus statt BMW, Opel & Co.: Wer die Fußball-Bundesliga mobilisiert

Die Automobilbranche zählt seit vielen Jahren zu den größten Geldgebern im deutschen Profifußball. Jedoch haben zuletzt vermehrt Hersteller ihre Sponsorings zurückgefahren oder beendet. Ein Blick auf den Status quo in Bundesliga und 2. Bundesliga.

Opel und der Fußball gehörten für mehrere Jahrzehnte fest zusammen: Von 1989 bis 2002 zierte der Rüsselsheimer Automobilhersteller die Trikotbrust des FC Bayern München. Darüber hinaus sponserte Opel in der gleichen Zeit auch die beiden europäischen Top-Clubs AC Mailand sowie Paris Saint-Germain. Im Sommer 2012 folgte mit dem Einstieg als Partner beim 1. FSV Mainz 05, Bayer 04 Leverkusen, Fortuna Düsseldorf und dem SC Freiburg nach zwischenzeitlicher Pause die Rückkehr in den Profifußball. Im gleichen Jahr folgte Opel auch der Beginn des umfassenden Sponsorings bei Borussia Dortmund, welches zum 30. Juni 2022 ausgelaufen ist.

Zurückhaltung aus der Automobilbranche

Das Beispiel Opel ist aber keine Ausnahme im deutschen Profifußball. Sportsponsoring genießt bei vielen Automobilherstellern nicht mehr den hohen Stellenwert vergangener Zeiten. Hyundai beispielsweise hat zwar jüngst seine Partnerschaft mit Eintracht Frankfurt verlängert. Das mehrjährige Ärmelsponsoring bei Hertha BSC hatte das südkoreanische Unternehmen hingegen zum Ende der vergangenen Saison beendet. Ein Zurückfahren der Sponsoringaktivitäten könnte es im Sommer auch bei Mercedes-Benz geben, dessen Trikotsponsoring beim VfB Stuttgart am Saisonende ausläuft.   

Autohaus statt Brand 

Die Suche nach einem offiziellen Automobil-Partner gestaltet sich auch aufgrund dieser Entwicklungen immer komplizierter. In der Fußball-Bundesliga gibt es mit Borussia Dortmund, dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Union Berlin aktuell gleich drei Clubs, die dieses Mandat nicht vergeben haben. Während die „Eisernen“ stattdessen mit mehreren lokalen Autohäusern zusammenarbeiten, sind beim BVB und S04 keine Partner aus diesem Bereich in der Sponsorenpyramide vertreten.  

Nur drei Zweitligisten werden direkt ausgestattet 

Dass ein Club nicht mehr direkt von einem Automobilhersteller mit Fahrzeugen ausgestattet wird, ist in der 2. Bundesliga die Regel. Einzig Eintracht Braunschweig, der 1. FC Nürnberg und der Hamburger SV haben direkte Partnerschaften mit einem Fahrzeugbauer. Dabei setzten die beiden letztgenannten Zweitligisten auf Audi. Das Ingolstädter Unternehmen ist damit der Hersteller mit den meisten Mandaten (sechs) im deutschen Lizenzfußball. Dahinter folgt, mit drei Partnerschaften, Volkswagen.

Foto: IMAGO / Susanne Hübner

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