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17. Okt. 2022

Mitgliederentwicklung im deutschen Sport stabilisiert sich

Die deutschen Sportvereine konnten nach einem massiven Verlust von fast 800.000 Mitgliedern im Jahr 2020 zuletzt wieder einen leichten Mitgliederzuwachs verzeichnen.

Der durch die Corona-Pandemie verursachte schwerwiegende Mitgliederrückgang ist vorerst gestoppt. Das ist ein zentrales Thema der neuesten Bestandserhebung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). So verzeichneten die Sportvereine im Jahr 2021 einen leichten Zuwachs von 0,17 Prozent. Im Vorjahr hatte dort noch ein Verlust von 2,85 Prozent gestanden.

Trotz der leicht positiven Entwicklung bleibt das Niveau der Mitgliederzahlen im organisierten Sport unter dem Dach des DOSB aber weiterhin deutlich unter dem der Vor-Corona-Jahre. Hinzu verfestigt sich der Trend, dass die Anzahl der eingetragenen Sportvereine sinkt. Diese werden bereits seit 2014 jährlich weniger und haben nun mit 86.895 Vereinen gar ihren neuesten Tiefstand erreicht.

Tennis und Golf wachsen weiter

Eine sehr unterschiedliche Entwicklung zeigt sich auch bei der Differenzierung nach Sportarten. Während Tennis (+4,5 Prozent) und Golf (+3,5 Prozent) im zweiten Jahr in Folge deutliche Zuwächse verzeichnet haben, konnten andere Spitzensportverbände ihren positiven Trend nicht beibehalten. Dazu zählen unter anderem der Deutsche Wellenreitverband (-11,6 Prozent, 2020: +12,2 Prozent) und der Deutsche Eishockey-Bund (-6,6 Prozent, 2020: +2,5 Prozent). Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft musste nach 2020 (-10,3 Prozent) im Jahr 2021 erneut einen deutlichen Mitgliederrückgang von 9,7 Prozent hinnehmen.

Foto: picture alliance / foto2press | Oliver Zimmermann

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