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06. Feb. 2023

NFL: Die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Super Bowl

SPOBIS gibt einen detaillierten Blick auf das Milliardenbusiness National Football League (NFL) – von Sponsoringeinnahmen über die Preise für einen Werbespot während des Super Bowls bis zu den deutschen TV-Einschaltquoten der vergangenen Jahre.

82 der 100 meistgesehenen TV-Übertragungen in den Vereinigten Staaten waren im Jahr 2022 Spiele der National Football League (NFL). Diese Statistik veranschaulicht sehr gut, was für eine Ausnahmestellung die größte Sportliga der Welt in den USA hat. Den Super Bowl LVI verfolgten im vergangenen Jahr knapp 100 Millionen Menschen im US-Fernsehen. Kein Wunder also, dass die Preise für einen Werbespot während des Super Bowls immer weiter steigen. Kostete ein 30-Sekünder im vergangenen Jahr rund 6,5 Millionen US-Dollar, soll der Preis in diesem Jahr erstmals die Sieben-Millionen-Marke geknackt haben. Zum Vergleich: 2003 konnten sich Unternehmen noch für rund 2,2 Millionen US-Dollar beim Super Bowl einbuchen.

Trotz der horrenden Preise haben bereits zahlreiche bekannte Brands wie Budweiser, Doritos, Heineken, Pringles und Workday eine Super-Bowl-Werbung für dieses Jahr angekündigt. Ein deutsches Unternehmen war bisher noch nicht unter den Werbebuchern für den Super Bowl LVII dabei. In den vergangenen Jahren hatten Automobilhersteller wie Audi, BMW und Porsche die größte Sportveranstaltung des Jahres genutzt, um ihre Produkte zu bewerben.

Die Begeisterung für die NFL und den Super Bowl begrenzt sich aber längst nicht mehr nur auf das Heimatland. In Deutschland erreicht American Football bei der Frage nach den beliebtesten TV-Sportarten in der werberelevanten Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren laut einer AGF-Studie knapp 34 Prozent. Damit liegt die US-Sportart hierzulande auf Platz zwei hinter dem Fußball.

Die letztjährige Super-Bowl-Nacht verfolgten im Durchschnitt rund 1,8 Millionen Menschen bei ProSieben. In der für die TV-Sender so interessanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei über 60 Prozent. Ein noch größeres Publikum hatte das erste reguläre Saisonspiel der NFL in Deutschland. So saßen in der Spitze bis zu 2,7 Millionen Menschen vor den TV-Bildschirmen, als am 13. November 2022 die Tampa Bay Buccaneers um Superstar Tom Brady in der ausverkauften Allianz Arena auf die Seattle Seahawks trafen.

Bei diesen Voraussetzungen verwundert es nicht, dass das Interesse an den im vergangenen Jahr in Deutschland ausgeschriebenen NFL-Rechten äußerst groß war. Den Zuschlag erhielten am Ende RTL und Dazn, die ab der kommenden Saison 2023/24 bis 2027/28 gemeinsam die deutsche Heimat der besten Football-Liga der Welt sein werden. Über 170 NFL-Spiele pro Saison bekommen die Football-Fans dank des neuen Medienrechtevertrags künftig zu sehen. Insgesamt dürften somit fast 30 Prozent mehr NFL-Live-Football zu sehen sein als bisher. Davon werden zwei Spiele erneut in Deutschland stattfinden.

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Sponsoringerlöse: NFL knackt Zwei-Milliarden-Marke

Ebenso steil in die Höhe geschossen, wie die Preise für einen Super-Bowl-Werbespot, sind die Sponsoringeinnahmen der NFL. In der laufenden Spielzeit 2022/23 konnten die 32 Teams erstmals Vermarktungserlöse in Höhe von über zwei Milliarden US-Dollar erzielen. Innerhalb von zehn Jahren konnte die US-Sportliga ihre Einnahmen in diesem Geschäftsbereich um über eine Milliarde US-Dollar steigern. Laut Medienberichten soll allein der Telekommunikationskonzern Verizon rund 100 Millionen US-Dollar pro Jahr an die NFL überweisen.

Die wertvollsten NFL-Teams: Eagles auf Platz zehn, Chiefs abgeschlagen

Dass sich die NFL auf einem (fast) unaufhaltbaren Wachstumskurs bewegt, zeigt sich auch bei einem Blick auf die Wert-Entwicklung der einzelnen Franchises. Die Dallas Cowboys, in diesem Jahr bereits in den Divisional Play-offs ausgeschieden, werden im aktuellen Forbes-Ranking mit acht Milliarden US-Dollar bewertet. Das Team aus Texas hat somit um mehr als 1,8 Milliarden US-Dollar zugelegt. Die New England Patriots, die ein Plus von 28 Prozent erzielten, folgen mit 6,4 Milliarden US-Dollar auf Platz zwei. Die Plätze drei bis fünf belegen mit dichtem Abstand die Los Angeles Rams, gefolgt von den New York Giants und den Chicago Bears. Die Philadelphia Eagles schaffen es mit einer Bewertung von 4,9 Milliarden immerhin auf den zehnten Platz. Super-Bowl-Gegner Kansas City Chiefs ist nur auf Platz 23.

Foto: picture alliance / Action Plus | Shaun Brooks

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