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23. Jan. 2023

Umsatz der 20 finanzstärksten Fußballclubs erreicht Vor-Pandemie-Niveau

Die 20 umsatzstärksten europäischen Fußballclubs haben in der vergangenen Saison 2021/22 Einnahmen in Höhe von 9,2 Milliarden Euro erwirtschaftet, wie die „Deloitte Football Money League 2023“ zeigt.

Plus 13 Prozent: Die finanzstärksten Clubs im europäischen Profifußball konnten ihren Umsatz in der zurückliegenden Saison 2021/22 deutlich steigern. Insgesamt beliefen sich die Einnahmen der 20 Top-Clubs laut der neuen Deloitte Football Money League (DFML) ohne Transfererlöse auf 9,2 Milliarden Euro. Das sind nur 100 Millionen Euro weniger als in der Saison 2018/19, der letzten vollständigen Spielzeit vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Insbesondere im Bereich der Spieltagserlöse verzeichneten die Top-20-Vereine dank Aufhebung der Zuschauerrestriktionen ein starkes Wachstum. So stiegen die Einnahmen von 111 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro, der dritthöchste Wert seit 2013/14.

Eine Umsatzsteigerung konnten die 20 Top-Clubs aber nicht nur am Spieltag erzielen, sondern auch im Bereich Werbung. Im Vergleich zur Vorsaison verzeichneten die analysierten Vereine bei den kommerziellen Erlösen ein Plus 300 Millionen Euro auf 3,8 Milliarden Euro. Demgegenüber steht ein Verlust bei den Medieneinnahmen in Höhe von elf Prozent. In der Saison 2020/21 war in diesem Bereich mit einem kumulierten Umsatz von 4,5 Milliarden Euro noch ein neuer Rekord aufgestellt worden. Dieser Wert fiel damals aber auch so hoch aus, weil durch pandemiebedingte Verschiebungen ein Teil der in der Saison 2019/20 generierten Medienerlöse erst im Geschäftsjahr 2020/21 verbucht wurde.

Manchester City verteidigt Spitzenposition

Das Ranking der umsatzstärksten Fußballclubs wird wiederholt von Manchester City angeführt. Der amtierende englische Meister war in der Saison 2015/16 erstmals in die Top 5 aufgestiegen, sicherte sich dann 2020/21 zum ersten Mal die Spitzenposition und konnte diese nun verteidigen. Insgesamt beliefen sich die Einnahmen von City auf 731 Millionen Euro, was ein Plus von 86,1 Millionen Euro bedeutet. Dahinter folgt mit knappem Abstand Real Madrid. Die „Königlichen“ erwirtschafteten in der Saison 2021/22 einen Umsatz in Höhe von 714 Millionen Euro. Komplettiert werden die Top 3 vom FC Liverpool. Für die „Reds“ ging es damit um vier Ränge nach vorne, was sie zum größten Aufsteiger im diesjährigen Ranking macht. Die Umsatzsteigerung von 150 Millionen Euro bedeutet ebenfalls einen Rekord. Die englischen Vereine sind es auch, die die 26. Ausgabe der Deloitte Football Money League dominieren. Insgesamt 11 der 20 umsatzstärksten Clubs stammen aus der Premier League, davon finden sich sechs in den Top 10 wieder.

Der FC Bayern München, letztjähriger Dritter, landet 2023 auf dem sechsten Platz. Ebenfalls zurückgefallen ist Borussia Dortmund als zweiter Vertreter aus der Bundesliga. Der BVB rutschte auf Platz 13 ab, nachdem das Team in den vorherigen drei Saisons stets den zwölften Platz belegt hatte. Ursache für die niedrigeren Platzierungen der beiden Bundesligisten ist unter anderem, dass andere Ligen ihre Stadien früher öffneten und so höhere Ticketeinnahmen generieren konnten. Darüber hinaus haben insbesondere die englischen Premier-League-Clubs von neuen Sponsoringabschlüssen, gestiegenen Medieneinnahmen sowie einer positiven Wechselkursbewegung im Geschäftsjahr 2022 profitiert.

Foto: IMAGO / Propaganda Photo

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