hero
17. Jan. 2024

Warum die Fußball-Bundesliga Nachholbedarf auf Linkedin hat

Alle 36 DFL-Clubs haben einen offiziellen Club-Account auf Linkedin, das volle Potenzial nutzen allerdings nur die wenigsten. Insbesondere die Führungskräfte der Fußball-Bundesligisten haben noch Luft nach oben, wie eine SPOBIS-Auswertung zeigt.

Linkedin gehört nach wie vor zu den am schnellsten wachsenden Social-Media-Plattformen weltweit. Täglich strömen 250.000 neue Gesichter auf das Business-Netzwerk. Mittlerweile hat die Plattform die Marke von einer Milliarde Nutzerinnen und Nutzern geknackt. Über 22 Millionen Menschen davon sind in der DACH-Region aktiv.

Dass Linkedin auch im Sportbusiness in den vergangenen Jahren stark an Relevanz gewonnen hat, zeigt allein der Blick auf den deutschen Profifußball: Mittlerweile sind alle 36 Clubs aus der Bundesliga und 2. Bundesliga mit einem eigenen offiziellen Account auf der Social-Media-Plattform aktiv.

Bundesliga-Chefs tun sich schwer

Einen Club-Account zu besitzen, reicht allerdings längst nicht aus. Die Linkedin-Kommunikation steht und fällt mit der Verknüpfung von persönlichen Profilen. Der Algorithmus ist so konzipiert, dass persönlich geteilte Beiträge mehr Reichweite erzielen als Postings über Club- oder Unternehmens-Accounts.

Dieses Potenzial nutzen allerdings nur die wenigsten, wie eine SPOBIS-Statistik am Beispiel der Bundesliga zeigt: Von den aktuell 59 operativen Führungskräften im Fußball-Oberhaus, egal ob Vorstandsmitglied oder Geschäftsführer, hat über die Hälfte (30) keinen eigenen Account auf Linkedin.

Entscheidend auf dem Business-Netzwerk ist auch das regelmäßige Posten von Beiträgen. Keine monatlichen Auszeiten, sondern kontinuierliches Bespielen der Plattform, um den Algorithmus zu füttern und in der Community wahrgenommen zu werden. Auch hier schwächeln die Bundesliga-Verantwortlichen: Von den 29 Führungskräften, die einen Account besitzen, nutzen 10 die Plattform nur sehr unregelmäßig beziehungsweise überhaupt nicht.

Bayer 04 Leverkusen machts vor

Ein Positivbeispiel im Umgang mit Linkedin ist Bayer 04 Leverkusen. Nicht umsonst stehen Simon Rolfes (Platz 1) und Fernando Carro (Platz 2) im Top-10-Ranking ganz oben. Die Werkself ist seit Mai 2020 auf der Plattform aktiv und verfolgt seither das vordringliche Ziel, Reichweite aufzubauen. Seit Tag eins liegt dabei ein verstärkter Fokus auf der Verknüpfung des Club-Accounts mit den persönlichen Profilen von Rolfes und Carro. Kumuliert kommen die beiden Geschäftsführer so auf über 42.000 Follower.

Während der Fokus von CEO Carro auf den Themen Leadership, Sportpolitik und Internationalisierung liegt, postet Rolfes regelmäßig über sportliche Themen wie Nachwuchsarbeit, Scouting oder Sport-Tech. Wie die Linkedin-Strategie des „Werkclubs“ im Detail aussieht, erfahrt ihr auf der SPOBIS Conference 2024.

Das Themencluster Digitalisierung auf der SPOBIS Conference

Data, KI, Metaverse, Social und vieles mehr – täglich hagelt es News rund um digitale Trends, Innovationen und sich daraus ergebende Potenziale für Neugeschäft. Dir fällt es schwer, den Überblick zu behalten, weißt aber um den Need, auf Stand zu bleiben? Wir schaffen Abhilfe, versprochen! Bei der SPOBIS Conference 2024 kommen ausgewählte Expert:innen rund um das Thema “Digitalisierung” zusammen, denen auf ihrem Gebiet so schnell niemand etwas vormacht. Sie erwarten dich an Tag 1 mit Vorträgen, Panel-Diskussionen und Best Case-Präsentationen.

Das Programm der SPOBIS Conference 2024 im Detail.

Foto: IMAGO / eu-images

Meist geklickt

Beck wird neuer CMO bei der Deutschen Bahn

Martell Beck (l.) übernimmt als neuer CMO die Leitung des Konzernmarketings der Deutschen Bahn (DB). Sein Vorgänger Jürgen Kornmann (r.) verantwortet künftig die digitalen Innovationen für Marketing und Kommunikation.

Die wertvollsten Fußballclubs der Welt: MLS vor Premier League und Bundesliga

Der Profifußball boomt nach wie vor – das zeigen kontinuierlich steigende Investitionen. Eine neue Studie gibt Auskunft, welche Clubs am höchsten bewertet sind und warum der Einfluss der USA im Weltfußball immer weiter steigt.

Humpert wechselt in die Selbstständigkeit

Eike Humpert hat den VfL Wolfsburg nach fünf Jahren als Leiter Digitalisierung verlassen und begibt sich in die Selbstständigkeit.